AGBs

Anbieterin: 

Stephanie Ulrike Figo-Madrian, MA., B.Ed.

Aichelburg-Labia-Straße 16

9020 Klagenfurt am Wörthersee

Österreich 

E-Mail-Adresse: stephanie@madrian.at

1. GELTUNGSBEREICH 

    Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen der Anbieterin und ihren Kund:innen über Coachings, Beratungen, Mentoring, Workshops, Gruppenprogramme, digitale Produkte, Downloads, Audio-/Videoinhalte, Live-Calls, Mitgliederbereiche sowie sonstige digitale oder gemischte Leistungen. Sie gelten für Verträge mit Verbraucher:innen und Unternehmer:innen. Gegenüber Verbraucher:innen gelten diese AGB nur insoweit, als sie zwingenden gesetzlichen Rechten nicht widersprechen.

    2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN 

    • „Verbraucher:in“ ist eine natürliche Person, die ein Geschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. 
    • „Unternehmer:in“ ist, wer ein Geschäft im Rahmen des Unternehmens abschließt. 
    • „Digitale Leistungen“ umfassen digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen.
    • „Digitale Inhalte“ sind Daten in digitaler Form, etwa PDFs, Videos, Audios, Workbooks oder Downloads. 
    • „Digitale Dienstleistungen“ sind Leistungen, die den Zugang zu, die Verarbeitung von oder die Interaktion mit Daten in digitaler Form ermöglichen, etwa Mitgliederbereiche oder Plattformzugänge.

    3. VERTRAGSABSCHLUSS 

    Die Darstellung von Leistungen auf der Website, in sozialen Medien, in Newslettern oder in sonstigen Medien stellt noch kein bindendes Angebot dar, sondern eine Einladung zur Abgabe eines Angebots. Ein Vertrag kommt zustande, wenn die Kundin oder der Kunde eine Buchung, Bestellung oder verbindliche Anfrage abgibt und die Anbieterin diese ausdrücklich annimmt, eine Buchungs- oder Auftragsbestätigung übermittelt, eine Rechnung legt oder mit der Leistungserbringung beginnt. Bei Abschlüssen im Webshop oder über ein sonstiges elektronisches Bestellsystem ist der letzte Bestellschritt so zu gestalten, dass die Zahlungspflicht klar erkennbar ist, etwa mit „zahlungspflichtig bestellen“. Bei persönlichen, telefonischen oder per E-Mail geschlossenen Verträgen kommt der Vertrag mit ausdrücklicher Bestätigung der Anbieterin zustande. 

    4. VORVERTRAGLICHE INFORMATIONEN UND VERTRAGSBESTÄTIGUNG 

    Vor Bindung der Verbraucher:innen werden die gesetzlich erforderlichen Informationen, insbesondere zu Leistung, Preis, Laufzeit, Kündigungsbedingungen, Widerrufsrecht und Zahlungsmodalitäten, klar und verständlich bereitgestellt. Nach Vertragsschluss erhalten Verbraucher:innen eine Bestätigung des Vertrags auf einem dauerhaften Datenträger, etwa per E-Mail, einschließlich dieser AGB und – soweit anwendbar – der Widerrufsbelehrung samt Muster-Widerrufsformular. Unternehmer:innen erhalten eine Vertragsbestätigung jedenfalls dann, wenn dies vereinbart oder im Geschäftsablauf üblich ist.

    5. ART DER LEISTUNG UND ABGRENZUNG 

    Die Leistungen der Anbieterin dienen der Begleitung, Wissensvermittlung, Strukturierung, Reflexion und Unterstützung bei eigenverantwortlichen Veränderungsprozessen. Soweit nicht ausdrücklich schriftlich anders vereinbart, schuldet die Anbieterin keinen bestimmten wirtschaftlichen, gesundheitlichen, körperlichen oder persönlichen Erfolg, sondern die fachgerechte Erbringung der vereinbarten Leistung. Die Angebote sind keine medizinische Behandlung, keine Psychotherapie, keine klinisch-psychologische Behandlung, keine 
    Lebens- und Sozialberatung im gesetzlich reglementierten Sinn und keine medizinische Ernährungsberatung. Kund:innen bleiben für eigene Entscheidungen, Umsetzungen und Abklärungen selbst verantwortlich. Bei gesundheitlichen Beschwerden, psychischen Belastungen, Schwangerschaft, Essstörungen, Verletzungen oder sonstigen Risiken ist vor der Umsetzung körperlicher oder ernährungsbezogener Änderungen fachlicher Rat einzuholen.

    6. KENNENLERN- UND PROBETERMINE

    Unentgeltliche Kennenlern- oder Erstgespräche dienen der Abklärung, ob eine Zusammenarbeit fachlich und organisatorisch sinnvoll ist. Daraus ergibt sich kein Anspruch auf Aufnahme in ein Programm oder auf einen späteren Vertragsabschluss. Ist ein Kennenlern- oder Probetermin entgeltlich, gelten dafür die im Buchungsprozess oder im Angebot ausgewiesenen Konditionen; für Absagen und Nichterscheinen gelten in diesem Fall die Regeln für Einzeltermine.

    7. PREISE UND ZAHLUNG 

    Es gelten die im Zeitpunkt der Buchung oder Bestellung kommunizierten Preise. Alle Preisangaben verstehen sich als Endpreise inklusive der gesetzlichen Steuer. Soweit nicht anders vereinbart, ist das Entgelt mit Vertragsschluss oder Rechnungslegung fällig. Bei Ratenzahlungen gelten die individuell vereinbarten Fälligkeiten. Die Zahlung kann – je nach Angebot und technischer Verfügbarkeit – insbesondere per Überweisung, Kartenzahlung, PayPal, Klarna oder über andere im Checkout ausgewiesene Zahlungsarten erfolgen. Externe Zahlungsdienstleister handeln nach ihren eigenen Bedingungen; die Verfügbarkeit einzelner Zahlarten, Bonitätsentscheidungen, Limits oder Authentifizierungsverfahren liegen nicht im Einflussbereich der Anbieterin. Bei Online-Kartenzahlungen kann eine starke Kundenauthentifizierung, etwa per Zwei-Faktor-Authentifizierung oder 3-D-Secure-Verfahren, erforderlich sein.

    8. NEUTRALISIERUNG SENSIBLER LEISTUNGSBEZEICHNUNGEN BEI ZAHLUNGSDIENSTEN

    Soweit Zahlungsdienstleister positionsbezogene Bestelldaten erhalten und eine Leistungsbezeichnung sensible Rückschlüsse zulassen könnte, wird die Anbieterin – soweit technisch und organisatorisch möglich – neutrale oder abstrahierte Leistungsbezeichnungen verwenden oder eine alternative Zahlungsart vorsehen. Das gilt besonders bei Angeboten, deren Bezeichnung Rückschlüsse auf Gesundheitsdaten oder andere besonders geschützte Informationen zulassen könnte. 

    9. RATENZAHLUNG UND ZAHLUNGSVERZUG 

    Ist eine Ratenzahlung vereinbart, sind die Raten zu den vereinbarten Fälligkeitsterminen zu bezahlen. Gerät die Kundin oder der Kunde mit einer Rate in Verzug, kann die Anbieterin nach vorheriger Erinnerung und angemessener Nachfrist die Freischaltung oder Erbringung noch nicht erbrachter Zukunftsleistungen bis zur Zahlung vorübergehend aussetzen, soweit dies sachlich gerechtfertigt ist. Bei einer Ratenzahlung gilt ein Terminverlust, sofern eine Rate mehr als 5 Tage ausständig ist und kann sodann die gesamte offene Forderung fällig gestellt werden. 

    10. VERZUGSZINSEN, MAHN- UND INKASSOKOSTEN 

    Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Gegenüber Unternehmer:innen kann zusätzlich der gesetzliche Pauschalbetrag von 40 EUR für Betreibungskosten verlangt werden, sofern nicht etwas anderes vereinbart wurde. Darüber hinaus können notwendige, zweckentsprechende und verhältnismäßige Mahn-, Inkasso- oder Rechtsverfolgungskosten geltend gemacht werden. Gegenüber Verbraucher:innen werden keine pauschalen Mahnspesen vorgesehen; verrechnet werden nur jene Kosten, die gesetzlich ersatzfähig, tatsächlich angefallen, notwendig und verhältnismäßig sind. 

    11. WIDERRUFSRECHT FÜR VERBRAUCHER:INNEN 

    Wenn Kund:innen Verbraucher:innen sind und der Vertrag im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wurde, steht ihnen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsabschluss zu. Zur Ausübung genügt eine Erklärung, etwa per E-Mail an stephanie@madrian.at. Zur Wahrung der Frist reicht die rechtzeitige Absendung. Das Muster-Widerrufsformular kann verwendet werden, ist aber nicht verpflichtend. Unternehmer:innen steht dieses gesetzliche Widerrufsrecht nicht zu.

    12. VORZEITIGER BEGINN VON DIENSTLEISTUNGEN 

    Verlangt eine Verbraucherin oder ein Verbraucher ausdrücklich, dass die Anbieterin mit der Dienstleistung schon vor Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist beginnt, und wird der Vertrag später innerhalb der Widerrufsfrist widerrufen, ist ein angemessener aliquoter Betrag für die bis zum Widerruf bereits erbrachten Leistungen zu bezahlen. Das Widerrufsrecht erlischt bei Dienstleistungen nur dann vorzeitig, wenn die Leistung innerhalb der Widerrufsfrist vollständig erbracht wurde und die Verbraucherin oder der Verbraucher zuvor ausdrücklich den vorzeitigen Beginn verlangt und bestätigt hat, dass das Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung verloren geht.

    13. VORZEITIGE BEREITSTELLUNG DIGITALER INHALTE UND DIGITALER LEISTUNGEN

    Bei digitalen Inhalten oder digitalen Leistungen, die nicht auf einem körperlichen Datenträger bereitgestellt werden, erlischt das Widerrufsrecht einer Verbraucherin oder eines Verbrauchers vorzeitig nur dann, wenn die Kundin oder der Kunde ausdrücklich zustimmt, dass vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Bereitstellung begonnen wird, ausdrücklich zur Kenntnis nimmt, dass dadurch das Widerrufsrecht verloren geht, und die entsprechende Bestätigung auf einem dauerhaften Datenträger erhält. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, bleibt das gesetzliche Widerrufsrecht bestehen. Bei gemischten Verträgen mit Dienstleistungs- und Digitalbestandteilen gelten die gesetzlichen Rechtsfolgen jeweils nach der Natur des betroffenen Leistungsteils.

    14. EINZELTERMINE, UMBUCHUNGEN, ABSAGEN UND NO-SHOW 

    Einzeltermine sind verbindlich. Eine Absage oder Umbuchung ist bis 24 Stunden vor Beginn kostenfrei möglich, soweit freie Ersatztermine vorhanden sind. Bei späterer Absage oder Nichterscheinen kann die Anbieterin das Honorar des versäumten Termins verlangen; anrechnen lassen muss sie sich jedoch ersparte Aufwendungen und das, was sie durch anderweitige Verwendung des Termins erzielt oder bewusst zu erzielen unterlassen hat. Der Kundin oder dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass kein oder nur ein geringerer Schaden entstanden ist. Erfüllungsort der Leistungen ist der Sitz der Anbieterin in 9020 Klagenfurt am Wörthersee. 

    15. GRUPPENPROGRAMME UND VERSÄUMTE PROGRAMMBESTANDTEILE

    Bei Gruppenprogrammen, Kursen oder Programmen mit festem Starttermin besteht nach Beginn des Programms außerhalb zwingender gesetzlicher Rechte grundsätzlich kein freies ordentliches Stornorecht. Das bloße Versäumen einzelner Live-Termine begründet für sich allein keinen Anspruch auf Rückerstattung, wenn der wesentliche Programmkern weiter erbracht wird. Soweit vorgesehen, können Aufzeichnungen, Unterlagen oder Ersatzformate zur Verfügung gestellt werden; ein Anspruch auf 1:1-Nachholung besteht nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.

    16. BEREITSTELLUNG, TECHNISCHE MINDESTVORAUSSETZUNGEN UND ÄNDERUNGEN

    Soweit digitale Leistungen Vertragsbestandteil sind, werden diese zum vereinbarten Zeitpunkt oder – mangels anderer Vereinbarung – unverzüglich nach Vertragsschluss bereitgestellt. Die Bereitstellung ist erfüllt, sobald der Zugang, der Download oder die digitale Dienstleistung für die Kundin oder den Kunden verfügbar gemacht wurde. Soweit auf der Angebotsseite oder im Bestellprozess technische Mindestanforderungen genannt sind, hat die Kundin oder der Kunde diese einzuhalten. Für fortlaufende digitale Leistungen kann die Anbieterin Änderungen vornehmen, wenn der Vertrag dies vorsieht, ein triftiger Grund besteht, der Kundin oder dem Kunden keine zusätzlichen Kosten entstehen und die gesetzlichen Rechte – insbesondere bei Verbraucher:innen – gewahrt bleiben.

    17. GEWÄHRLEISTUNG UND MÄNGEL 

    Bei Verträgen mit Verbraucher:innen über digitale Leistungen gelten die zwingenden Vorschriften des Verbrauchergewährleistungsgesetzes bzw. den gewährleistungsrechtlichen Bestimmung. Bei einmalig bereitgestellten digitalen Leistungen bestehen Gewährleistungsrechte grundsätzlich für Mängel, die bei Bereitstellung vorliegen und innerhalb von zwei Jahren hervorkommen; bei fortlaufend bereitgestellten digitalen Leistungen haftet die Anbieterin grundsätzlich während des gesamten Bereitstellungszeitraums für Mängel, die in diesem Zeitraum auftreten oder hervorkommen. Bei Unternehmer:innen gelten – soweit keine speziellere zwingende Norm eingreift – die gesetzlichen Gewährleistungsregeln des ABGB. Die inhaltliche Aktualisierung oder technische Weiterentwicklung digitaler Leistungen erfolgt im gesetzlich und vertraglich geschuldeten Umfang. Gegenüber Unternehmer:innen wird die Gewährleistung ausgeschlossen. Gegenüber Verbraucher:innen wird die Gewährleistung, hinsichtlich der Dauer auf das gesetzliche Mindestmaß herabgesetzt.

    18. HAFTUNG UND SCHADENERSATZ 

    Die Anbieterin haftet für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie für Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden. Bei sonstigen Schäden haftet sie für leichte Fahrlässigkeit nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten; in diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt. Gegenüber Verbraucher:innen gilt diese Einschränkung nur insoweit, als sie gesetzlich zulässig ist. Bei beidseitig unternehmensbezogenen Geschäften wird der Schadenersatz gegenüber der Anbieterin, sofern gesetzlich zulässig, ausgeschlossen. Eine Haftung für bloß ausgebliebene subjektive Wunsch- oder Motivationserfolge ohne konkrete Pflichtverletzung wird nicht übernommen. 

    19. NUTZUNGSRECHTE AN UNTERLAGEN UND MATERIALIEN 

    Sämtliche bereitgestellten Unterlagen, Workbooks, Audios, Videos, Aufzeichnungen, Folien, Skripte, Templates, Texte, Konzepte und sonstigen Materialien bleiben geistiges Eigentum der Anbieterin oder der jeweils berechtigten Rechteinhaber. Kund:innen erhalten ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht zur persönlichen Verwendung im vertraglich vorausgesetzten Umfang. Nicht erlaubt sind insbesondere die Weitergabe an Dritte, öffentliche Zugänglichmachung, Vervielfältigung zu Vertriebszwecken, Weiterverkauf, Nutzung in eigenen Kursen oder Coachings, Upload in öffentliche Datenräume oder gemeinsame Accounts sowie jede kommerzielle Zweitverwertung ohne ausdrückliche Zustimmung.

    20. VERTRAULICHKEIT, GRUPPENREGELN UND EIGENE AUFZEICHNUNGEN 

    Die Anbieterin behandelt vertrauliche Informationen der Kund:innen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben vertraulich. In Gruppenformaten sind alle Teilnehmer:innen verpflichtet, mit Informationen anderer Teilnehmer:innen respektvoll und vertraulich umzugehen. Eigene Aufzeichnungen von Gruppen- oder Live-Terminen durch Kund:innen sind nur mit ausdrücklicher Zustimmung aller betroffenen Personen zulässig. Bei schweren oder wiederholten Verstößen gegen Vertraulichkeit, Persönlichkeitsrechte, respektvollen Umgang oder Nutzungsrechte kann die Anbieterin nach Abmahnung – in gravierenden Fällen sofort – den Zugang zu weiteren Leistungen einschränken oder den Vertrag aus wichtigem Grund vorzeitig beenden.

    21. TESTIMONIALS UND EINWILLIGUNGEN 

    Äußerungen von Kund:innen über Erfahrungen mit der Leistung dürfen nur veröffentlicht oder werblich genutzt werden, wenn hierfür eine gesonderte ausdrückliche Einwilligung vorliegt. Ohne eine solche Einwilligung verwendet die Anbieterin Feedback ausschließlich intern zur Qualitätsverbesserung. Ein Widerruf einer Einwilligung wirkt für die Zukunft. Bereits bis zum Widerruf rechtmäßig erfolgte Nutzungen bleiben unberührt.

    22. DATENSCHUTZ 

    Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach Maßgabe der DSGVO, des österreichischen DSG und der gesonderten Datenschutzerklärung. Dort finden sich insbesondere Informationen zu Zwecken, Rechtsgrundlagen, Empfängern, Speicherdauern, Auftragsverarbeitern, Drittlandtransfers, Cookies und Betroffenenrechten. Soweit Kommunikations-, Zahlungs-, Hosting-, Cloud- oder Plattformanbieter eingesetzt werden, handeln diese je nach Funktion als Auftragsverarbeiter, eigenständige Verantwortliche oder in gemischten Rollen. Für Auftragsverarbeiter gelten Verträge nach Art. 28 DSGVO. 
    Rechnungs- und Buchhaltungsunterlagen werden nach der BAO aufbewahrt. Betroffenenrechte umfassen insbesondere Information, Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch und in Österreich auch das Recht auf Geheimhaltung. Cookies und vergleichbare Technologien werden – soweit erforderlich – gesondert nach 
    § 165 TKG 2021 und den datenschutzrechtlichen Vorgaben behandelt. Beschwerden können an die Österreichische Datenschutzbehörde gerichtet werden. 

    23. KOMMUNIKATIONS- UND TECHNIKDIENSTE 

    Soweit im konkreten Angebot vorgesehen, kann die Kommunikation insbesondere per E-Mail, Telefon, Videokonferenz oder Messenger erfolgen. Für Videokonferenzen kann die Anbieterin Zoom einsetzen; für freiwillige Messenger-Kommunikation können insbesondere WhatsApp oder Telegram genutzt werden. Für Cloud-Speicherung kann insbesondere iCloud von Apple verwendet werden. Für diese Dienste gelten ergänzend deren eigene Nutzungs- und Datenschutzbedingungen; die datenschutzrechtlichen Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung. 

    24. LAUFZEIT, ORDENTLICHE KÜNDIGUNG UND AUßERORDENTLICHE BEENDIGUNG 

    Einzeltermine und einmalige digitale Produkte enden mit vollständiger Erbringung oder Bereitstellung. Programme mit fixer Dauer enden mit Ablauf der vereinbarten Laufzeit. Soweit ausnahmsweise ein Dauerschuldverhältnis ohne feste Enddauer vereinbart wird, ergibt sich die ordentliche Kündigungsfrist aus dem jeweiligen Angebot; fehlt eine Vereinbarung, kann mit 14 Tagen zum Monatsende in Textform gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei nachhaltigem Zahlungsverzug trotz Nachfrist, schweren Verstößen gegen den respektvollen Umgang, bei unbefugter Weitergabe von Materialien, bei rechtswidrigem Verhalten in Gruppenformaten oder wenn die Durchführung der Zusammenarbeit aus sachlichen Gründen unzumutbar wird. Bei einer von der Anbieterin ausgesprochenen berechtigten außerordentlichen Beendigung werden noch nicht erbrachte Zukunftsleistungen aliquot abgerechnet; gesetzliche Gegenrechte bleiben unberührt.

    25. HÖHERE GEWALT UND LEISTUNGSHINDERNISSE 

    Kann die Anbieterin Leistungen infolge höherer Gewalt oder anderer von ihr trotz zumutbarer Sorgfalt nicht beherrschbarer Umstände vorübergehend nicht oder nicht wie geplant erbringen, verlängern sich Fristen in angemessenem Umfang. Als solche Umstände gelten insbesondere Naturereignisse, längere Strom- oder Netzausfälle, behördliche Maßnahmen, kriegerische Ereignisse, Pandemien, Ausfälle zentraler IT-Dienste oder schwerwiegende Erkrankungen. Dauert das Hindernis länger an und wird der Zukunftsteil des Vertrags dadurch unzumutbar, kann dieser Teil des Vertrags aus wichtigem Grund beendet werden; nicht erbrachte Zukunftsleistungen werden dann anteilig rückabgewickelt.

    26. ABTRETUNG, ÜBERTRAGUNG UND PERSONENBEZOGENE ZUGÄNGE

    Persönliche Programmplätze, Zugänge und Accounts sind grundsätzlich nicht auf Dritte übertragbar, sofern die Anbieterin einer Übertragung nicht vorab zustimmt. Rechte der Kund:innen auf Gewährleistung, Schadenersatz oder sonstige gesetzliche Ansprüche bleiben davon unberührt. Die Anbieterin ist berechtigt, Geldforderungen zum Zweck der Einbringung an Rechtsvertretungen oder Inkassodienstleister zu übergeben.

    27. FREMDLEISTUNGEN / BEAUFTRAGUNG DRITTER 

    Die Anbieterin ist berechtigt, die vertraglich geschuldeten Leistungen nach eigenem Ermessen entweder selbst zu erbringen oder sich zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen qualifizierter Dritter (Erfüllungsgehilfen) zu bedienen sowie einzelne Leistungen ganz oder teilweise durch Dritte erbringen zu lassen („Fremdleistungen“). Die Beauftragung solcher Dritter erfolgt – je nach Zweckmäßigkeit – entweder im eigenen Namen der Anbieterin oder im Namen und auf Rechnung des Kunden; erfolgt die Beauftragung im Namen des Kunden, wird dieser vorab darüber informiert. Die Anbieterin verpflichtet sich, bei der Auswahl der herangezogenen Dritten die gebotene Sorgfalt anzuwenden und ausschließlich fachlich geeignete und zuverlässige Leistungserbringer einzusetzen. 

    28. RECHTSWAHL UND GERICHTSSTAND 

    Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbraucher:innen bleiben zwingende Schutzvorschriften unberührt. Für Klagen gegen Verbraucher:innen gilt ausschließlich der gesetzliche Gerichtsstand. Gegenüber Unternehmer:innen wird als Gerichtsstand das sachlich zuständige Gericht in 
    9020 Klagenfurt am Wörthersee, für sämtliche aus dem Vertragsverhältnis resultierenden Ansprüche, vereinbart.

    29. ÄNDERUNGEN DIESER AGB UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN 

    Für bereits abgeschlossene Verträge gilt grundsätzlich jene Fassung der AGB, die bei Vertragsschluss einbezogen wurde. Für künftige Verträge kann die Anbieterin diese AGB jederzeit ändern. Für laufende Dauerschuldverhältnisse gelten Änderungen gegenüber Verbraucher:innen nur, soweit diese ausdrücklich zustimmen oder die Änderung ausschließlich rechtlich oder rein organisatorisch geboten ist, ohne das vertragliche Gleichgewicht nachteilig zu verschieben. Gegenüber Unternehmer:innen können sachlich gerechtfertigte Änderungen mit angemessener Vorankündigung vorgeschlagen werden; widerspricht die Unternehmerin oder der Unternehmer, kann die Anbieterin das Dauerschuldverhältnis zum nächstmöglichen Termin kündigen. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.